Wildpflanzenschule

Wildpflanzenschule 

Hallo Ihr Lieben, gemeinsame Naturerfahrungswanderungen sind gerade leider nicht möglich und ich möchte euch dennoch mein Wissen über die Wildpflanzen, die gerade in der Natur zu neuem Leben erwachen weitergeben. Die Nachrichten verschicke ich euch aufs Handy, so könnt ihr in der Natur die Bilder mit den Pflanzen vergleichen. Wenn du dabei sein möchtest gib mir einfach eine Rückmeldung aufs Handy. Danke dir und hab eine schöne lichtvolle Zeit in eine neue Welt! Britta

SPITZWEGERICH

Plantago lanceolata. Ist ein Notfallkraut, dass bei Insektenstichen oder kleinen Wunden nützt, einfach die Blätter zerrieben oder zerkaut und auf die juckenden Stellen geben. Spitzwegerich ist ein vielseitiges Heil- und Küchenkraut, dass für Hustensirup sowie als Salatzutat u.a. verwendet werden kann. Die Knospen können als Pilzersatz verwendet oder als Kapern eingelegt werden.

WEISSE TAUBNESSEL

Lamium album. Sie steht meist im Verbund mit der Brennnessel und sieht bis auf die Blüten und die fehlenden Brennhaare auch so aus. Die Taubnessel ist ein schönes Exemplar der großen Familie der Lippenblütler, an der man die Merkmale wie den vierkantigen Stängel, die gegenständigen Blätter und die zusammengewachsenen Blütenblätter, die eine Ober- und Unterlippe ausbilden, gut erkennen kann. Zu den Lippenblütlern gehören die Küchenkräuter, wie Salbei, Rosmarin oder die Pfefferminze, sie enthalten alle ätherischen Öle, und werden als Gewürz, Duft oder als Aroma genutzt. Wildbienen und Hummeln erfreuen sich ebenso wie die Kinder, die die süßen Blüten gerne essen.

ROTKLEE

Trifolium pratense. er gehört zu den Schmetterlingsblütlern, den Hülsenfrüchtlern, ist demnach verwand mit den Bohnen und Erbsen und ist als Futterpflanze und in der Kräuterküche sehr beliebt. Die jungen Blätter können in den Salat und die Blüten dienen auch als schöne Dekoration oder sind Zutat von Kräutertees. Rotklee beinhaltet Isoflavone, das sind pflanzliche Hormone, die dementsprechend in der Heilkunde genutzt werden können.

SCHÖLLKRAUT

eine giftige Heilpflanze, der gelb blühende Frühlingsblüher mit seinem gelb-orangenen Milchsaft ist unverwechselbar. Man nennt es auch Warzenkraut, da die Warzen durch das im Saft enthaltende Zellgift behandelt werden können. Der botanische Name „Chelidonium“ ist manchen als homöopathisches Heilmittel bekannt. Das Schöllkraut gehört zur Pflanzenfamilie der Mohngewächse und enthält über 20 verschiedene Alkaloide, die in keinem Fall für die Selbstbehandlung geeignet sind. (April 2020)

ORIENTALISCHES ZACKENSCHÖTCHEN

wie der Name schon vermuten lässt nichts Einheimisches, es handelt sich um einen, sogenannten, Neophyt, d.h. eine in unsere Breiten eingeschleppte Pflanze, die sich stark ausbreitet und die heimische Vegetation verdrängt. Sie sieht zwar ähnlich aus wie Raps oder Ackersenf, breitet sich aber im Gegensatz dazu stark aus, durch Samen und Wurzeln. So wachsen die Pflanzen umso besser, wenn die Wurzeln angeschnitten werden und das Erdreich noch verteilt wird, daher wächst es hauptsächlich an den Straßenrändern. Im eigenen Garten sollte man es lieber ausgraben. (April 2020)

GUNDERMANN

Als einer der ersten Lippenblütler des Frühjahrs unterstützt er dabei, die Winterstarre und Dunkelheit durch seine Wärme und Lichtkräfte aufzulösen. Gut zuerkennendes Merkmal sind die blauen Blüten und die gegenständigen Blätter (am Stängel gegenüber angeordnet) und der vierkantige Stängel. Enthält Bitterstoffe, Vitamin C und ätherische Öle. Er ist eine alte Heil-und Zauberpflanze. (April 2020)

Pfeilkresse

PFEILKRESSE

wird auch als "Pfefferkraut" bezeichnet wird. Probiert man die Broccoli-ähnlich aussehenden Knospen und jungen Blättchen, schmecken sie wie pfeffriger Kohlrabi. Prima für Kräuterbutter oder Kräuterquark zu verwenden. Später können auch die Samen verwendet werden. Es handelt es sich um die große Pflanzenfamilie der Kreuzblütler, zu denen auch alle Kohlsorten gehören. (April 2020)

KNOBLAUCHSRAUKE

für den einen „Unkraut“ für den anderen ist sie eine wunderbare Alternative zu Bärlauch, da sie auch für Kräuterbutter genutzt werden kann. Wer Zwiebelgewächse nicht so gut verträgt, könnte es mal mit der Knoblauchsrauke versuchen, denn sie gehört zu den Kreuzblütlern, und enthält Senfölglykoside, wie auch der Senf oder der Raps. Am besten die jungen Blätter kurz vor de aufblühen verwenden. (April 2020)

STINKENDER STORCHSCHNABEL

Geranium robertianum, wird auch Rubrechtskraut genannt und ist von alters her eine geschätzte Heilpflanze die sich auch in der Homöopathie wiederfindet. Wenn man den Geruch nicht zu unangenehm findet, kann man die Pflanze auch zur energetischen Reinigung in den Raum stellen. An Hand der Samen kann man ein Storchschnabelgewächs sehr gut erkennen, da sie so lang und spitz sind wie Schnabel eines Storches, auf dem oberen Bild links sind die Samen besonders lang, daher nennt sich diese Art Reiherschnabel und ist gerade am Wegesrand zu finden. (April 2020)

LÖWENZAHN

noch so ein unbeliebtes „Unkraut“ der heimischen Hausgärten. Dabei sagt der wiss. Name „Taraxacum OFFICINALE“ schon, dass es sich hier um ein besonders gesundheitsförderndes Pflänzchen handelt. Er entgiftet durch seine Bitterstoffe, lindert Husten als Sirup zubereitet, und die Wurzeln wurden früher als Kaffeeersatz geröstet. Die Blüten sind essbar, sowie auch die jungen Blättchen, passen in Salat oder Smoothie. Der Milchsaft ist auch entgegen allen Gerüchten nicht giftig! Es handelt sich um einen Korbblütler, das heißt ein Blütenköpfchen besteht aus unzähligen Einzelblüten die dann als Samen dann so schön einzeln durch die Luft fliegen. (April 2020)

HAHNENFUSS, Butterblume…

wissenschaftlich Ranunculus, gehört zu der großen komplett giftigen Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse. Sie wachsen alle krautig, bis auf die verholzende, kletternde Clematis. Daher ist hier Vorsicht geboten, auch durch den Pflanzensaft können schon Hautreizungen erfolgen, bei Einnahme kann es zu Durchfall, Koliken und Nierenentzündungen kommen. Es sind schöne Blühpflanzen, die die Wildbienen sehr erfreuen, wie Akelei, Rittersporn oder der schon verblühte Winterling. Hierbei finden sich auch wieder bekannte Namen aus der Homöopathie wie Aconitum - Blauer Eisenhut, Pulsatilla - Küchenschelle daher befinden sich darunter wunderbare Heilpflanzen.(April 2020)

WEISSDORN

sieht man jetzt in den Hecken weiß blühen, gut zu erkennen an seinen eingekerbten Blättern. „Der Sage nach wohnen die Elfen in diesem Strauch und erinnern den Menschen mit ihrem zarten Gesang an ihre tiefen Gefühle, einen gesunden Lebensrhythmus und das Vertrauen in das Leben“* wie passend zur jetzigen Zeit. Wissenschaftlich „Crataegus“, wird es medizinisch als Herzmittel verwendet. Der Strauch gehört, wie Kernobst, Steinobst, Erdbeere u.v.m. zu den Rosengewächsen. (Zitat aus:*Rita und Frank Lüder, Wildpflanzen zum genießen) (April 2020)